Anerkennungskultur

Bürger-Ehrung

Die Stadt Rottenburg am Neckar verleiht seit 2014 Medaillen für Bürgerschaftliches Engagement. Die Verleihung wird eingebettet in einen Jahresempfang in der Festhalle.

Geehrt werden pro Jahr maximal zwölf Rottenburgerinnen und Rottenburger für herausragende Leistungen und langjährige Dienste im bürgerschaftlichen Engagement und Ehrenamt; davon mindestens zwei, die nicht älter als 26 Jahre sind. Dies kann beispielsweise soziales Engagement in der Altenpflege, Behindertenarbeit oder Senioren- bzw. Jugendarbeit sein, Natur- und Umweltschutz, Kultur- und Brauchtumspflege, Sport, Hilfe zur Selbsthilfe oder Bedürftige oder kirchliches Engagement. Anlässe für eine Ehrung können unter anderem langjährige besondere Verdienste um das örtliche Leben und das allgemeine Wohl sein; aber auch beispielsweise vorbildliche Hilfeleistung, bei der andere vor Schaden bewahrt oder aus Not und Gefahr gerettet werden. Auch Einzelleistungen, die der Förderung der dörflichen und städtischen Gemeinschaft und des örtlichen Brauchtums dienen und beispielhaften Charakter haben, können ausgezeichnet werden. Der geehrte Einwohner muss kein Mitglied in einem örtlichen Verein oder einer Institution sein. Kriterien für die Würdigung sind breite Beteiligung, ein breiter Kooperationsansatz, besonders innovativer Charakter, Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit.

Vorschlagen kann jeder jeden (z.B. unter Verwendung des Formblatts). Die Vorschläge für die Bürger-Ehrung müssen spätestens bis zum 01.10. bei Oberbürgermeister Stephan Neher eingereicht werden, damit im darauffolgenden Jahr eine Ehrung erfolgen kann. Eine Kommission – gebildet aus Fraktionsvertretern, Oberbürgermeister, Vorsitzender des Ortsvorsteher-Sprengels, Vertretern des Kulturamts sowie der Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement – berät und entscheidet, welche Vorschläge berücksichtigt werden können. Die Geehrten erhalten die Medaille der Stadt Rottenburg am Neckar in Bronze mit einer speziellen Prägung zur Bürgerehrung.

Seit September 2025 gelten neue Richtlinien, wonach die Bürgerehrung dahingehend erweitert wurde, dass zusätzlich gezielt Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich einbringen, gewürdigt werden. In Anlehnung an die bereits bestehende Auswahlkommission gehören der neuen zusätzlichen Kommission für junges Engagement ebenfalls der Oberbürgermeister und die Koordinatorin für bürgerschaftliches Engagement beim Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerengagement an; außerdem die Abteilung Jugend beim Amt für Bildung, Kultur und Sport. Weitere Mitglieder rekrutieren sich aus der Jugendvertretung, dem Integrationsbeirat und dem Behindertenbeirat sowie aus dem Gemeinderat; hier sind die aktuell jeweils 2 jüngsten Stadträt*innen Mitglieder der Auswahlkommission. 3 Plätze werden durch den Stadtjugendring besetzt; 1 davon aus der Mitte des Vorstands und 2, die die Mitgliedsvereine benennen. Mindestens zwei Drittel der Mitglieder der Auswahlkommission sollen nicht älter als 35 Jahre sein.


Zusätzliche Informationen und Dienste

Publikum in einer Halle

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