Aufruf Sammelaktion Döschen für Taschenaschenbecher

Stadtputzete, Müllsammelchallenge, Erntefrischnetze oder Mehrwegkaffeebecher gibt es schon in Rottenburg. Jetzt sollen auch "Taschenaschenbecher" helfen, sogenanntes "Littering" zu vermeiden.

Mit dem Ziel Ressourcen zu sparen und weiteren Müll zu vermeiden, ruft die Stadt zu einer Sammelaktion von geeigneten Gefäßen auf. Jegliche Form von gebrauchten und vor allem dichten Döschen können noch bis zum 18. Mai im Rathausfoyer in der Kernstadt, bei den Ortsverwaltungen und bei der WTG in die aufgestellten Sammelbehältnisse gelegt werden.
Sie werden dann „recycelt“ zu Taschenaschenbechern. Gesäubert und in neuem Outfit (Aufkleber) werden diese dann u.a. bei Festivitäten in Rottenburg kostenlos verteilt.
Geeignet sind Dosen für Creme, Kaugummi, Lutschpastillen, Tick Tack oder Kau- und Schnupftabak , außerdem Gefäße aus Metall, Plastik, Glas oder Holz mit Dreh- oder Klickverschluss.

Viele kennen das: Man spaziert am Neckar entlang, die Sonne scheint und es ist gemütlich. Aber Plastikverpackungen, Flaschen und Zigarettenstummel am Ufer trüben das kleine Stückchen Natur.Die helle Stimmung wird durch Müll in der Landschaft, Littering genannt, verfinstert.
Man denkt vielleicht, ein Kippenstummel auf dem Boden sei nicht schlimmer als ein entsorgter Apfelbutzen im Gebüsch? Weit gefehlt!
Zu den Fakten: Ein Zigarettenstummel kann bis zu 40 Liter Grundwasser verunreinigen (Quelle: Süddeutsche Zeitung „Zigaretten als Umweltverschmutzung – Viel Gift in der Kippe“). Mit weltweit 4,5 Billionen Zigarettenstummeln, die jährlich achtlos auf dem Boden entsorgt werden, der am meisten weggeworfene Müll
weltweit. (Siehe: tina-uvb „Zigarettenkippen gehören in den Restmüll, Stand Oktober 2017) Je nachdem ob der Zigarettenstummel nun in der Wiese oder im Wasser landet, braucht er zwischen 4 und 15 Jahren um zu zerfallen. Meeresschutzorganisationen reden teilweise sogar von 400 Jahren. (tina-uvb „Zigarettenkippen
gehören in den Restmüll, Stand Oktober 2017) Laut der Süddeutschen Zeitung „Was in einer Zigarette steckt“ (Stand April 2018) enthält ein Zigarettenstummel etwa 4800 Chemikalien im Tabakrauch, etwa 90 davon sind nachgewiesenermaßen krebserregend, z.B. Arsen, Blei, Cadmium, Formaldehyd, Benzol oder Nitrosamine.
Und so lange jedes dritte Stück Müll, das Umweltschützer bei Aufräumaktionen an den Küsten der Welt finden, ein Zigarettenstummel ist, haben wir zerstörte Ökosysteme, vergiftete Fische und weitere fatale Umweltauswirkungen! (vgl. Süddeutschen Zeitung „Zigaretten als Umweltverschmutzung – Viel Gift in der Kippe“, Stand April 2011)
Zigarettenstummel dürfen in Zukunft nicht mehr achtlos in der Natur und in unseren Flüssen landen, sondern müssen ordnungsgemäß auf dem Restmüll entsorgt werden! Nicht ohne Grund lautet das Motto des diesjährigen Kurzfilmwettbewerbs „Neckarperspektiven“ von der Landesinitiative „Unser Neckar“ „Fremdstoffe im Fluss“.
07.05.2019 - Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz


Zusätzliche Informationen und Dienste

Stilisierter Globus, Schriftzug