Bundesweiter Warntag: Neue Sirenen im Testeinsatz

Am Donnerstag, 12. September ist der bundesweite Warntag. Dabei werden ab 11 Uhr zentrale Probewarnungen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe verschickt. Diese Probewarnungen gehen beispielsweise an Rundfunkanstalten, an die Warn-App "NINA" und weitere Warnmittel wie Sirenen.

Seit Mai dieses Jahres sind 15 neue Sirenen im Rottenburger Stadtgebiet installiert, die nach kleineren Probeläufen nun erstmals großflächig getestet werden. Die Warnung der Bevölkerung erfolgt über einen einminütigen, auf- und abschwellenden Heulton. Dieser bedeutet, dass im Gebiet eine unmittelbare Gefahr besteht oder diese in Kürze zu erwarten ist. Es wird empfohlen, alle möglichen Informationsquellen für weitere Hinweise zu nutzen und den amtlichen Anweisungen zu folgen.

Entwarnung gibt monotoner, einminütiger Dauerton. Diese bedeutet: Es besteht keine akute Gefahr mehr. Auch wenn dieser zu hören ist, sollten ebenfalls alle möglichen Informationsmedien für weitere Hinweise genutzt werden. Am Donnerstag, 12. September wird die probeweise Entwarnung in Rottenburg um 11.45 Uhr erfolgen.

Regelmäßige Test der neuen Sirenen bis Jahresende geplant

Die Feuerwehr plant darüber hinaus, die Sirenen bis zum Jahresende an jedem zweiten Freitag im Monat um 18 Uhr erneut zu testen (11. Oktober, 8. November, 13. Dezember). Ab 2025 soll einmal im Quartal am zweiten Freitag des ersten Monats je Quartal um 18 Uhr die Probewarnung erfolgen.

Nach einiger Wartezeit wurden die 15 neuen, elektronisch gesteuerten Sirenen im April dieses Jahres auf öffentlichen Gebäuden installiert. Der bundesweite Warntag 2022 hatte wie in vielen anderen Kommunen deutlich gemacht, dass die überwiegend veralteten manuell betriebenen Sirenen nicht mehr zuverlässig funktionieren. Anders als manch andere Städte und Gemeinden im Umkreis, die ganz auf Sirenen verzichten und diese abbauen, wenn sie nicht mehr funktionieren, hat Rottenburg 2022 insgesamt 23 Sirenen aus einem bundesweiten Förderprogramm beantragt. Bewilligt wurden 15 mit einem Zuschuss in Höhe von 162.000 Euro, bei angesetzten Gesamtkosten in Höhe von 230.000 Euro. Die Lieferung der Sirenen, ursprünglich auf Oktober/November 2023 angekündigt, hat sich wegen der bundesweit hohen Nachfrage verzögert.

Standorte der Sirenen

In der Kernstadt wurden das Rathaus, die Berufliche Schule, die Festhalle und die Realschule im Kreuzerfeld bestückt. In den Ortschaften Bad Niedernau, Bieringen, Dettingen, Ergenzingen, Frommenhausen, Kiebingen, Obernau und Wendelsheim wurden die Sirenen jeweils auf den Rathäusern platziert. In Hemmendorf ist es die Grundschule und in Weiler die ehemalige Volksbank, heute genutzt vom Musikverein.

Sind weitere Warnsirenen geplant?

Der Aufbau von acht weiteren Sirenen in den bisher nicht abgedeckten Ortschaften ist geplant. Die Kosten dafür belaufen sich geschätzt auf 180.000 Euro. Die Stadtverwaltung Rottenburg wartet auf ein weiteres Bundesprogramm im kommenden Jahr, aus dem ein signifikanter Zuschuss dafür beantragt werden kann.

Rottenburg beteiligt sich seit Jahren am bundesweiten Warntag, um lokale Warnkonzepte zu überprüfen und interne Abläufe zu üben. Anlässe zur Warnung in einem Ernstfall können zum Beispiel Großbrände, Unwetter, Hochwasser, akute Bombenentschärfungen, Schadstoffaustritte sein.
30.08.2024 - Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerengagement


Zusätzliche Informationen und Dienste

Eine elektronische Warnsirene