Eröffnung des Zentrum für Bildung, Begegnung und Beratung

Rottenburg am Neckar hat einen neuen Ort, der Menschen verbindet. Das Zentrum für Bildung, Begegnung und Beratung – kurz B3 – wurde am Samstag nach einem halben Jahr Bauzeit feierlich eröffnet. Rund 780.000 Euro standen der Wohnbau Rottenburg (WBR) zur Verfügung, um zwei Etagen des früheren gewerblich genutzten Gebäudes in der Tübinger Straße 70 so herzurichten, dass verschiedenste Bildungs-, Beratungs- und Begegnungsangebote unter einem Dach stattfinden können. Das B3 wird koordiniert vom Sachgebiet Integration & Willkommenskultur beim städtischen Amt für Öffentlichkeitsarbeit & Bürgerengagement. Zum großen B3-Netzwerk gehören verschiedenste Vereine, soziale Institutionen, Bildungsträger, Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger, die nach einem „Open-space-Konzept“ insgesamt 13 Räume nutzen können. Diese füllen sie mit Integrationskursen, Workshops und interkulturellen Lernangeboten, aber auch regelmäßigen oder individuellen Beratungsangeboten und vielem mehr. Für Veranstaltungen steht ein großer multifunktionaler Raum zur Verfügung.

Die meisten Angebote, wie beispielweise Sprachcafé und Karrierewerkstatt, die bislang im sogenannten ATRIUM auf dem ehemaligen DHL-Gelände stattgefunden haben, sind nun alle ins B3 umgezogen und bilden einen wichtigen Grundstock für alles weitere, was dort nach und nach entsteht. Die vhs Rottenburg ist mit den Integrationskursen bislang in den Räumen des Rettungszentrums nun ebenfalls ins B3 umgezogen.

„Mit dem B3 ist ein wichtiger und zukunftsweisender Meilenstein für unsere Integrationsarbeit geschafft“, freut sich Oberbürgermeister Stephan Neher: „Im Integrationskonzept, das wir 2020 verabschiedet haben, ist ein ‚Integrationszentrum, dessen Angebote sich langfristig für alle in Rottenburg lebenden Menschen öffnen‘ als konkrete Maßnahme beschrieben – das haben wir nun geschafft!“ Und was Rottenburg gemeinsam mit zahlreichen engagierten Akteur*innen noch alles geschafft hat, ist in einer rund 40-seitigen farbigen Broschüre zusammengefasst. Unter der Überschrift „Rottenburg verbindet – ein Jahrzehnt gelebte Integration“ und nicht ganz zufällig genau zehn Jahre nach Altkanzlerin Angela Merkels richtungsweisendem Satz „Wir schaffen das“, ist ein wertvolles Zeugnis entstanden. Die Broschüre ist ein Streifzug durch zehn Jahre erfolgreiche Integrationsarbeit in Rottenburg am Neckar und wurde im Rahmen der Eröffnungsfeier für das B3 erstmalig präsentiert. Sie liegt dort weiterhin aus, außerdem im Rathaus-Foyer, in den Verwaltungsstellen und an zahlreichen weiteren öffentlich zugänglichen Plätzen.

Das jetzige B3-Gebäude wurde schon mehrfach als Interimsort für Schulen genutzt; u.a. auch 2022 für das kurzfristig geschaffene schulische Angebot für geflüchtete Kinder aus der Ukraine. Im EG war zuletzt die Telekom Mieterin. Zu den wichtigsten Umbauarbeiten seitens der WBR gehörte vor allem der Rückbau einer Lüftungsanlage, der Rohrpost sowie Kältetechnik. Auch Unmengen an Elektroleitungen und Anschlüssen mussten zurückgebaut werden. Es gab Rohbauarbeiten, Trockenbau und Malerarbeiten um die Räume herzurichten, Fußböden wurden aufgearbeitet und Fenster repariert und schließlich galt es die gesamte Gebäudetechnik zu modernisieren, u.a. mit Sanitäranlagen und Küche. Mittels eins Treppenlifts ist das Gebäude nun auch barrierearm zugänglich. Unerwarteter Schädlingsbefall hatte die Bauarbeiten zunächst behindert. Dennoch ist die Stadtverwaltung den WBR sehr dankbar, dass die gesamte Abwicklung des Umbaus reibungslos und im Zeitplan verlaufen ist.

Das B3 ist erreichbar über die Mailadresse b3@rottenburg.de; telefonisch über die Integrationsbeauftragte Barbara Kafili, 07472/165-431.
Mehrere Menschen schneiden ein rotes Band durch und eröffnen damit das B3Bild vergrößern
Oberbürgermeister Stephan Neher und Barbara Kafili (Integration und Willkommenskultur) eröffnen das B3.

02.12.2025 - Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerengagement


Zusätzliche Informationen und Dienste

Logo des B3