Feierliche Eröffnung des Neubaus der Musikschule und Kindergarten Gut-Betha

Am Samstag, 28. Februar, wurde der Neubau der Musikschule Rottenburg und des Kindergarten Gut-Betha feierlich eingeweiht. Mittags stand zunächst der Festakt, moderiert von Hochbauamtsleiter Alexander Widlowski, mit Segnung des Gebäudes auf dem Programm; musikalisch umrahmt von einem gemeinsamen Orchester der Stadtkapelle und Schüler*innen der Musikschule sowie weiteren Ensembles und einem Auftritt des Kindergartens.

Oberbürgermeister Stephan Neher zeigte sich erfreut über den erfolgreichen Abschluss des Großprojekts. Insgesamt seien 14,8 Millionen Euro investiert worden, 3,2 Millionen Euro davon stammen aus dem Landessanierungsprogramm. „Wir haben hier ein schönes Gebäude für die öffentliche Nutzung geschaffen, das unser Stadtbild bereichert“, so Neher. Die geplante Sanierung des benachbarten Altbaus soll künftig ebenfalls noch erfolgen. Sein Dank galt allen am Projekt Beteiligten, insbesondere dem Architekurbüro Bez und Kock, dem früheren Hochbauamtsleiter Markus Gärtner sowie dem heutigen Amtsleiter Alexander Widlowski für die geleistete Arbeit. Zudem würdigte er die Lehrkräfte der Musikschule und die Erzieher*innen als wichtige Partner in Bildung und Integration: „Die Kinder haben nun eine hervorragende Umgebung, um sich zu entfalten.“

Architekt Martin Bez betonte die besonderen Herausforderungen des Projekts. Der Bauplatz zwischen Sprollstraße und Stadtgraben habe eine spezielle architektonische Lösung erfordert. „Es war uns wichtig, eine Bausprache zu finden, die sich in die Altstadt einfügt und zugleich im 21. Jahrhundert verortet ist.“ Der Neubau orientiere sich daher am bestehenden Altbau und interpretiere diesen als zeitgenössischen „architektonischen Zwilling“ neu. Auch das Energiekonzept sei anspruchsvoll gewesen: Dank hoher Dämmstandards, Pelletheizung und Photovoltaikanlage sei der Energiebedarf auf ein Minimum reduziert worden. Darüber hinaus hob Bez die soziale Dimension hervor: „Hier entsteht ein generationenübergreifender Treffpunkt, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam unter einem Dach zusammenkommen.“ Trotz schwieriger Rahmenbedingungen seien die Kosten gegenüber der Berechnung von 2022 lediglich um drei Prozent gestiegen – „ein sehr gutes Ergebnis“. Insgesamt seien in 35 Monaten Bauzeit rund 16.000 Arbeitsstunden in das Projekt geflossen.

Ab 14.30 Uhr nutzten zahlreiche Interessierte den Tag der offenen Tür, um die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen. Die Musikschule und der Kindergarten Gut-Betha boten ein abwechslungsreiches Programm mit kreativen Mitmachangeboten, einem Klangtheaterstück sowie weiteren musikalischen Beiträgen. Für die Bewirtung sorgte der Förderverein der Martha-und-Wilfried-Ensinger-Halle und rundete damit den gelungenen Eröffnungstag ab.
Orchester aus Stadtkapelle und MusikschülernBild vergrößern
Ein Orchester aus Mitgliedern der Stadtkapelle und Musikschülern begleitete die Eröffnung..

03.03.2026


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4 Kinder an der Guitarre