Handy-Aktion im Rottenburger Rathaus-Foyer

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Logo der Handy-Aktion © Handy-Aktion Baden-Württemberg.

Gebrauchte Mobiltelefone sammeln! Die Stadt Rottenburg am Neckar wird im Rahmen der Nachhaltigkeits-Tage (N-Tage) ab dem 07. Juni bis Ende des Jahres eine Sammelbox für gebrauchte Mobiltelefone im Rathausfoyer (rechts neben dem Eingang zum Bürgerbüro) aufstellen.

Auf Grund der hohen Nachfrage wurde die Aktion auf die Rathäuser der Ortsteile ausgeweitet!

Werfen Sie Altgeräte, die in Ihren Schubladen schlummern, in die Box und helfen Sie dabei, die wertvollen Rohstoffe in den Kreislauf zurückzuführen.

Im Jahr 2016 wurden in Deutschland rund 24,2 Millionen Smartphones verkauft. Insgesamt besitzen, laut einer Bitkom-Studie, circa 54 Millionen Deutsche im Alter ab 14 Jahren ein Smartphone, Tendenz steigend. In den Jahren seit 2012 hat sich der Nutzeranteil mehr als verdoppelt, von weniger als 40% auf 78% im Jahr 2017.

Ein weiteres Phänomen ist, dass Smartphones immer schneller durch neue, „bessere“ Modelle ersetzt werden. So kaufen die Deutschen im Schnitt alle 2,5 Jahre ein neues Smartphone oder erhalten sogar durch ihren Mobilfunkvertrag in bestimmten Zeitabständen immer die neusten Modelle. Dieses Vorgehen gilt es selbstverständlich kritisch zu hinterfragen.

Wenn die alten Handys noch funktionsfähig sind, dann werden sie teils weitergegeben oder im Internet verkauft, doch viele Handys verschwinden einfach in den Schubladen.

Dies ist fatal, wenn man bedenkt, dass Handys im Schnitt 60 Stoffe, darunter 30, teils seltene und edle, Metalle (unter anderem Gold, Kupfer, Silber, Coltan,…) enthalten. Es wird geschätzt, dass um die 104 Millionen Handys in deutschen Schubladen liegen (Quelle: BMBF). Insgesamt sind in den herumliegenden Handys so 2,4 Tonnen Gold, 26 Tonnen Silber, 382 Tonnen Kobalt und 880 Tonnen Kupfer enthalten!

Mittlerweile können dank innovativer Technologien fast alle Rohstoffe, genauer gesagt bis zu 80%, aus den Mobiltelefonen zurückgewonnen und dann erneut eingesetzt werden.
Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Mobiltelefone fachgerecht recycelt werden und die wertvollen Rohstoffe somit zurück in den Kreislauf gelangen.

Der Verbraucher hat mehrere Möglichkeiten zur Abgabe:
  • Netzbetreiber und Hersteller (direkt im Shop vor Ort oder online
  • Kommunale Wertstoff- oder Recyclinghöfe
  • Handy-Sammelaktionen, z.B. im Rahmen der "Handy-Aktion Baden-Württemberg"

Auf keinen Fall dürfen die Altgeräte im Hausmüll entsorgt werden, da sie Schadstoffe enthalten, die unsere Gesundheit und die Umwelt gefährden!

Im Rahmen der Sammelaktionen der "Handy-Aktion" sind ca. 10% der Geräte noch funktionsfähig und werden aufbereitet und weiterverkauft. Um die persönlichen Daten, die sich noch auf dem Gerät befinden, kümmert sich das DEKRA-zertifizierte Fachunternehmen in Deutschland und löscht alle noch vorhandenen Daten vor dem Weiterverkauf.

Allerdings sollten die SIM- und die Speicherkarte unbedingt entfernt werden, bevor das Handy in eine Sammelbox geworfen wird.
Kopfhörer, Ladekabel und Akku können, auch wenn Sie nicht mehr funktionieren, beigelegt werden. Hierbei sollte der Akku aber im Handy bleiben!

Die kaputten Handys werden durch ein Recycling-unternehmen in Deutschland recycelt und die Metalle daraufhin in einer Metallhütte in Europa eingeschmolzen.

Der Erlös der gesamten geht an ein großes Telekommunikationsunternehmen. Dieses macht damit jedoch keinen Gewinn, sondern trägt die Kosten für die Sammelboxen, die Logistik, den Rückversand und teils auch für den Aufbereitungs-und Recyclingprozess. Geschätzt 365.000 € wurden bis Mitte 2017 jährlich an die Deutsche Umwelthilfe e.V. gespendet, die mit dieser Spende 14 Jahre lang vor allem zahlreiche Umwelt-und Naturschutzprojekte unterstützt hatte. Letztes Jahr kündigte die DUH die Kooperation und sammelt nun mit dem Rücknahmesystem "Mobile-Box".
Die "Handy-Aktion" erhält von dem Telekommunikationsunternehmen seit 2016 pro Handy 70 Cent und unterstützt mit dem Geld drei ausgewählte Umwelt-und Bildungsprojekte in Afrika.

Schirmherr der Handy-Aktion in Baden Württemberg ist Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.
24.05.2018 - Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz


Zusätzliche Informationen und Dienste

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