Rottenburg bleibt Fairtrade-Stadt: Titel für zwei weitere Jahre verlängert

Rottenburg erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne. Die Auszeichnung wurde der Stadt erstmalig im Jahr 2010 von Fairtrade Deutschland e.V. verliehen - als erste Stadt in Baden-Württemberg. Seitdem bauen die Beteiligten in der Kommune ihr Engagement weiter aus.

Oberbürgermeister Stephan Neher nahm beim diesjährigen Neckarfest die Urkunde entgegen. Er freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in unserer Stadt. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Schulen, Hochschule und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern. Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement.“

Vor inzwischen 14 Jahren erhielt die Stadt von dem gemeinnützigen Verein Fairtrade Deutschland e.V. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel. Seitdem wurde der Titel immer wieder neu verliehen. Alle zwei Jahre müssen nachweislich fünf Kriterien erfüllt werden. Im Rathaus wird fair gehandelter Kaffee und Apfel-Mangosaft ausgeschenkt, und die Unterstützung der Stadt für den fairen Handel ist in einem Ratsbeschluss festgehalten. Eine Steuerungsgruppe aus verschiedenen Akteursgruppen koordiniert alle Aktivitäten. In Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungs- und Informationsarbeit zum fairen Handel, und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Das Engagement der Fairtrade-Stadt Rottenburg am Neckar ist vielfältig: Einwohnerinnen und Einwohner sowie Schulklassen konnten sich im Rathaus bei einer Ausstellung zu den süßen und bitteren Bedingungen in Produktion und Handel von Schokolade informieren. Beim Nikolausmarkt gab es weihnachtliche Versucherle mit fair gehandelten Zutaten und Anregungen für faire Weihnachtsgeschenke. Bei der Vesperkirche der evangelischen Kirchengemeinde kamen faire Zutaten zum Einsatz, und Grundschulkinder konnten bei einem Malwettbewerb zu fairer Schokolade ihre Talente einbringen. Dies sind nur einige Beispiele für das, was im fairen Handel in der Stadt möglich ist.
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Urkundenübergabe an den Oberbürgermeister Stephan Neher © Stadtverwaltung Rottenburg.


Die Fairtrade-Stadt Kampagne bietet Rottenburg am Neckar auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals - SDGs), die 2015 verabschiedet wurden. Unter dem Motto „global denken, lokal handeln“ leistet die Stadt mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag. Gemeinsam mit der Initiative N! setzen wir uns für gutes Leben in Rottenburg am Neckar und weltweit ein.

Wir sind eine von über 820 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter zum Beispiel Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.
Weitere Informationen zum Engagement der Fairtrade-Stadt Rottenburg am Neckar:
19.07.2024 - Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz, Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz, Geschäftsstelle Lokale Agenda


Zusätzliche Informationen und Dienste

Der Bürgermeister hat eine Urkunde in der Hand mit "FairTrade Stadt Rottenburg" darauf