Sülchenkirche, mit Grablege der Bischöfe

Spätgotischer Saalbau mit flach dreiseitig geschlossenem Chor. Die heutige Sülchenkirche, entstanden um 1450, zeigt Reste des romanischen Kirchenbaus des 12. Jahrhunderts. Mit Grablege der Rottenburger Bischöfe.
Bei Grabungen ab 2012 machten ArchäologInnen den seltenen Fund einer dreischiffigen Pfeilerbasilika mit Dreiapsiden-Chor aus der Zeit um 1000 n. Chr. als Vorgängerbau. Eine ebenfalls seltene Glockengussgrube für eine Bienenkorbglocke wurde ausgegraben. Die noch ältere bei den archäologischen Untersuchungen nachgewiesene kleine Steinkirche geht auf das 7. Jahrhundert zurück. Mit dem Fund des darunterliegenden Friedhofs, der in das 6. Jahrhundert datiert, ist belegt dass Sülchen seit 1500 Jahren als Bestattungsplatz dient.
Das seit dem 14. Jhdt. belegte Franziskanerinnenkloster Untere Klause in Sülchen wurde 1643 dem Kloster Obere Klause der Franziskanerinnen zugeordnet.

Das neue Sülchen-Museum mit seiner multimedialen Ausstellung in der Unterkirche zeigt die bei den Grabungsarbeiten 2011 bis 2017 in Sülchen gefundenen archäologischen Kunstschätze. Das im November 2017 eröffnete und mit Führung zugängliche Sülchen-Museum ist Zweigstelle des Diözesanmuseums Rottenburg. Die Grablege der Rottenburger Bischöfe ist Teil der Neugestaltung in der Unterkirche.

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Sülchenstraße
72108 Rottenburg am Neckar
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