Machbarkeitsstudien & Transformationspläne

Hier finden sich detaillierte Informationen zu den geplanten und durchgeführten Machbarkeitsstudien und Transformationsplänen im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung für Rottenburg am Neckar. Es skizziert den Prozess, wie aus der initialen Wärmeplanung konkrete Projekte zur Umsetzung einer nachhaltigen Wärmeversorgung entstehen, inklusive der technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Prüfung potenzieller Wärmenetze und deren Ausbau.

Machbarkeitsstudien/Transformationspläne - Wie geht es weiter?

Die Kommunale Wärmeplanung muss in die kommunalen Planungsprozesse integriert werden. Die Wärmeplanung ist lediglich der erste Schritt und bildet den zukünftigen strategischen Rahmen.
Danach folgt eine detailliertere Umsetzungsplanung durch Stadtverwaltung und Stadtwerke (SWR). Erst wenn diese Machbarkeitsstudien/Transformationspläne für zukünftige Wärmenetze vorliegen, können genaue Aussagen darüber getroffen werden, ob eine Immobilie künftig an das Wärmenetz angeschlossen werden kann oder ob es eine dezentrale Heizung braucht.
In den kommenden Monaten werden die Stadtwerke gemeinsam mit der Stadtverwaltung Machbarkeitsstudien/Transformationspläne für die möglichen zukünftigen Wärmenetze erstellen.

Der Stand der jeweiligen Projekte ist im Seitenverlauf einsehbar.

Die Machbarkeitsstudien/Transformationspläne zeigen, ob eine Umstellung auf eine Wärmeversorgung sowie Netzausbau technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll sind.
Über Änderungen informieren wir hier.

Wärmenetz Rottenburg Oberndorf

In Oberndorf hat sich bereits seit Jahren eine Initiative gegründet mit dem Ziel ein Wärmenetz zur klimaneutralen Wärmeversorgung in Oberndorf zu errichten. Im Zuge der Arbeiten zur Kommunalen Wärmeplanung wurde dann beschlossen ein KfW gefördertes Quartierskonzept zu erarbeiten mit dem Schwerpunkt auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Weitere Untersuchungsinhalte waren die Klimaanpassung, eine klimaneutrale Mobilität und die Bürgerbeteiligung. Die Erarbeitung des Konzepts erfolgte in enger und regelmäßiger Absprache mit der Initiative aus Oberndorf.

Die Vergabe des Auftrags an Drees & Sommer und somit der Start des Projektes erfolgte am 28.04.2023. Der Abschlussbericht wurde den Bürgerinnen und Bürgern am 15.01.2024 in der Mehrzweckhalle in Oberndorf vorgestellt.

Die Ergebnisse des Quartierskonzeptes dienten nun als Grundlage für die Antragsstellung zu einer vertiefenden Machbarkeitsstudie entsprechend der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW). Diese Studie zeigte, dass eine Umsetzung zweier kleiner verbundener Netze in Oberndorf wirtschaftlich umsetzbar sein kann. Darüber hinaus ist die Studie auch Voraussetzung einer systemischen Förderung für den Neubau eines Netzes nach Modul 2 (BEW). Diese Förderung ist essentiell für die Wirtschaftlichkeit eines zukünftigen Netzes.

Die Antragsstellung für diese Studie erfolgte Mitte April 2024. Im Juni 2024 wurde die Untersuchung an Drees & Sommer vergeben. Erste Planungen sowie Kostenschätzungen zeigen, dass ein attraktiver Wärmepreis realisierbar ist. Zudem hat die Stadt Rottenburg vorausschauend bereits ein Grundstück im Gewerbegebiet Oberndorf für die künftige Heizzentrale gesichert.
Die Ergebnisse der Untersuchung wurden am 25.06.2025 im Ortschaftsrat in Oberndorf sowie am 01.07.2025 im Gemeinderat vorgestellt. Neben der Untersuchung eines wirtschaftlichen Wärmenetzes lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Suche nach einem passenden Betreiber.
Das Projekt wurde Ende 2025 an die Bürgerinitiative in Oberndorf übergeben, die seitdem die weiteren Planungen vorantreibt.

Der aktuelle Stand des Projektes ist jederzeit auf der Projektwebsite der Bürgerinitiative "Oberndorfer Wärme!" einsehbar.
Bei Fragen oder Unterstützungsbedarf können sich Interessierte direkt an die Initiatorinnen und Initiatoren vor Ort wenden. Auf der Projektwebseite finden sich zudem Kontaktdaten sowie zusätzliche Informationen, unter anderem zum Preiskonzept.
Karte mit auf der Wärmedichten ausgezeichnet sind.Bild vergrößern
Bild 1: Wärmedichten je Baublock in MWh/(ha*a) .

Projektwebsite der Bürgerinitiative "Oberndorfer Wärme!"

Wärmenetz - Rottenburger Altstadt

Auch bei dieser Untersuchung gibt es neben der Kommunalen Wärmeplanung einen weiteren wichtigen „Akteur“. Der Landesbetrieb Vermögen und Bau muss als Landeseinrichtung ebenfalls seine Liegenschaften klimaneutral mit Wärme versorgen. Aus diesem Grunde wurde bereits eine Studie durchgeführt mit dem Ergebnis, u.a. das Neckarwasser mittels Großwärmepumpe für die Wärmeversorgung zu nutzen.

Diese Ergebnisse und die Kenntnisse aus der Kommunalen Wärmeplanung wurden in einer Machbarkeitsstudie bzw. einem Transformationsplan entsprechend der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW Modul 1) vertieft. Die Antragsstellung für den Altstadtbereich wurde Mitte April 2024 durch die Stadtwerke Rottenburg am Neckar bewerkstelligt. Der Auftrag wurde nach der Förderzusage durch die SWR an die IBS Ingenieurgesellschaft aus Bietigheim-Bissingen vergeben. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden am 01.07.2025 dem Gemeinderat vorgestellt.

Einen Überblick über den aktuellen Planungsstand, die beiden Ausbaustufen, die Wärmegewinnung in den Heizzentralen sowie den vorgesehenen Trassenverlauf folgen zeitnah auf der Website der Stadtwerke Rottenburg.
Weitere Informationen unter:

Wärmenetz Rottenburg Wendelsheim

In Wendelsheim ist ein vergleichbares Vorgehen, wie in Oberndorf geplant. Die Stadtverwaltung wird im 2. Quartal 2026 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, um die Wirtschaftlichkeit eines möglichen Wärmenetzes zu prüfen. Diese Prüfung wird voraussichtlich bis Anfang 2027 andauern. Im Anschluss, Eignung vorausgesetzt, wird ein Betreiber gesucht, der die weiteren Planungen vorantreibt. Ein genossenschaftliches Modell, wie in Oberndorf, wäre ebenso denkbar wie ein privates Betreibermodell.

Wärmenetz - Rottenburg - Südliche Kernstadt

Für das Wohngebiet Rottenburg - Südliche Kernstadt werden aktuell die Vorbereitungen zur Erarbeitung einer Transformationsstudie getroffen. Voraussetzung für die Untersuchung ist ein bewilligter Fördermittelantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Der Antrag wurde Ende März 2026 eingereicht. Für die Bewilligung wird derzeit mit einer Bearbeitungszeit von etwas drei bis sechs Monaten gerechnet. Im Anschluss an die Bewilligung erfolgt die Vergabe an ein Ingenieurbüro voraussichtlich Ende 2026. Die Erarbeitung des Transformationsplans wird voraussichtlich bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Weitere Informationen folgen gegen Ende des Jahres 2026.

Weitere Untersuchungen:

Weitere Maßnahmen, die mit dem Beschluss der Wärmeplanung im Gemeinderat ausgewählt wurden und mit deren Umsetzung innerhalb der nächsten fünf Jahre begonnen wird:

  • Quartiersuntersuchung Hailfingen
Für Hailfingen ist in 2027 ebenfalls eine Machbarkeitsstudie vorgesehen. Der Förderantrag ist aktuell für Ende 2026 geplant Die Machbarkeitsuntersuchung wird ca. ein Jahr in Anspruch nehmen
  • Quartiersuntersuchung Gebiet Eugen-Bolz-Gymnasium (EBG)
Nähere Informationen zu diesem kleinen Netz zwischen Sprollstraße und EBG folgen zeitnah.


Zudem wurden weitere mögliche Maßnahmen identifiziert, deren Bearbeitung sich nach den fünf priorisierten Maßnahmen anschließen können:

  • Weitere Quartiers- bzw. Wärmenetzuntersuchungen beispielsweise in den Gebieten:
    • - Kernstadt: „Hohenberg Richtung Neckar“
    • - Kiebingen
    • - Ergenzingen
  • Beratungsoffensive „Heizungstausch und Gebäudemodernisierung“ (Beratungsangebote zu energetischer Gebäudemodernisierung, Heizungstausch und Photovoltaik in Zusammenarbeit mit der Agentur für Klimaschutz)
  • Erstellung Energiekonzept und Umsetzungsplan für die städtischen Gebäude

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Bitte informieren Sie sich bei Fragen zuerst in unseren FAQs. Darüber hinaus wenden sie sich an umwelt@rottenburg.de oder info@sw-rottenburg.de.



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